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Montag, 05. Juli 2010 um 18:37 |
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Was macht ein Rennfahrer eigentlich, wenn er mal nicht auf der Rennstrecke unterwegs ist?
Ganz klar: er ist auf der Rennstrecke unterwegs! So ist das auch bei Jan Seyffarth. Der Profi-Rennfahrer aus dem Porsche Mobil 1 Supercup sucht sich immer wieder eine neue Beschäftigung. Wenn er einmal nicht im Porsche Carrera GT3 Cup sitzt. Dann vielleicht in einem anderen Sport- oder Rennwagen. Denn Jan Seyffarth macht Personal Coaching für Rennfahrer und die, die es noch werden wollen.
So auch am vergangenen Wochenende in Oschersleben. Alex hat angefragt, ob Jan denn nicht mit ihm zum Test gehen könnte um noch ein paar Tipps und Tricks zu bekommen, damit er seine Rundenzeit verbessern kann. Ein kurzer Blick in den Kalender genügt und schon kommt die Bestätigung.
In Oschersleben angekommen geht’s direkt zur Anmeldung und zum Briefing. Es bleibt noch ein wenig Zeit um vorab schon ein paar Tipps loszuwerden. „Ganz wichtig ist es, dass man ruhig und gelassen bleibt im Auto“, meint der Profi.
Die Boxenampel steht auf grün – es geht direkt raus auf die Strecke. Jan Seyffarth sitzt neben Alex auf dem provisorisch eingebauten Beifahrersitz. Kaum sind die Beiden aus der Boxengasse raus, beschleunigt Alex das Auto hoch zieht die Gänge hinein. Jan konzentriert sich kaum auf die Strecke. Er beobachtet seinen Fahrer am Lenkrad. „Du musst ruhiger werden in deinen Abläufen! Du bist noch zu hektisch und überfährst somit das Auto“, gibt der 23 jährige zu Protokoll.
Raus geht’s zur zweiten Session. Daumen hoch und Lob vom Coach! Das sieht schon viel besser aus! Und nun bekommt auch Alex ein Lächeln auf die Lippen: „Ich hätte nicht gedacht, dass das schon was bringt, wow!“
Noch vor der Mittagspause wird in der Box der weitere Ablauf besprochen. „Nachdem wir nun Ruhe im Auto haben, können wir richtig loslegen“, sagt der Porsche Carrera Cup Vizemeister und schmunzelt. Seyffarth erklärt seinem Partner, dass das Auto weit in die Kurven hineingebremst werden muss, damit man kein Untersteuern bekommt. Alex soll auch darauf achten, dass er gut aus den Kurven heraus beschleunigt. Diese beiden Dinge würden den größten Schritt nach vorn bringen. Es sind jedoch auch die Schwersten.
Dies ist nun die Aufgabe für Alex über den gesamten Nachmittag. Am Ende blickt Jan zufrieden auf den Tag zurück. „Natürlich ist es schwierig innerhalb von einem Tag so viele neue Dinge zu lernen. Aber ich bin sehr zufrieden mit Alex. Ich denke, dass wir beim nächsten Mal mit der Datenanalyse beginnen können. Wenn man zu früh damit beginnt, dann sind das zu viele Informationen auf einmal. Ich bin der Meinung, man sollte dies Schritt für Schritt angehen.“
Jan Seyffarth macht jedoch nicht nur Coaching in Rennwagen, sondern auch in Straßenfahrzeugen. Das Ziel ist es immer die beste Performance aus Fahrer und Fahrzeug heraus zu holen.
Während Alex seinen Helm an die Seite legt, lässt er ebenso den Tag Revue passieren. „Es hat sich extrem gelohnt Jan für den Tag als Unterstützung zu holen. Er hat so viel Rennerfahrung und gibt diese locker, aber dennoch präzise weiter. Ich bin heute um zwei Sekunden schneller geworden – was soll man dazu noch sagen! Beim nächsten Mal ist er auf jeden Fall wieder mit dabei!“
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