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Das tolimit/Seyffarth Team feiert zum Abschluss der Saison im Porsche Carrera Cup einen neunten Rang von Niclas Kentenich in Hockenheim. Der Mannschaft aus Lohne und Querfurt blieb das Glück jedoch auch beim letzten Lauf aus. David Sigacev und Khaled Abdulla Al Qubaisi mussten ihre Autos nach Zwischenfällen frühzeitig abstellen.
“Ich hatte Glück und Pech zugleich“, erklärt Kentenich nach einem ereignisreichen Rennen. Der 21-Jährige durfte nach der Disqualifikation eines Konkurrenten um einen Startplatz aufrücken. „Das ist eigentlich immer schön, doch in meinem Fall leider nicht. Ich musste plötzlich von der feuchten Linie losfahren. Das war furchtbar.“
Niclas kämpfte sich nach dem erwartet schwierigen Start noch weit nach vorne. Unterdessen musste sein Teamkollege David Sigacev zuschauen. „Bei der Anfahrt zu Spitzkehre ging vor mir ein Fahrer viel zu früh auf die Bremse. Ich hatte keine Chance“, so der gebürtige Russe, der nach der Kollision chancenlos einige Runden weiter fuhr, bevor er seinen Wagen in die Boxengasse steuerte. „Das war Pech“, so Sigacev weiter, „aber der Gesamteindruck von meiner Rookiesaison bleibt positiv.“
Etwas enttäuscht nahm auch Al Qubaisi seinen Ausfall im ersten Porsche Carrera Cup-Rennen zur Kenntnis. „Mein Fehler“, gibt der Geschäftsmann aus Abu Dhabi zu. Bis zu seinem Einschlag in die Reifenstapel war der sympathische Familienvater mit schnellen Runden sensationell bis auf Platz 14 vorgefahren. „Wenigstens habe ich mir nicht weh getan.“
Hockenheim war der letzte Probelauf vor der Erfüllung seines Traums: Al Qubaisi wird am kommenden Wochenende mit dem Abu Dhabi Racing Team in seiner Heimat im Porsche Mobil 1 Supercup fahren.“ Da scheint die Sonne und es wird garantiert nicht nass sein“, erklärt Khaled. „Regen liegt mir wirklich nicht besonders...“
Trotz des grauen Himmels zeigte sich ein Strahlen in Hockenheim: Jan Seyffarth konnte trotz seiner anhaltenden Hüftverletzung lächeln. Der Querfurter beobachtete den letzten Lauf des Porsche Carrera Cup von der Tribüne. „Aber meine Kollegen haben geholfen, sodass ich auch mit drei Rennen weniger wenigstens Dritter in der Meisterschaft bleiben konnte. Vielen Dank dafür“, sagt Jan, der bis zu seinem Unfall in Barcelona klar auf Titelkurs gelegen hatte.
Zwar war das Pech auch beim Saisonfinale Begleiter von tolimit/Seyffarth, doch sofort machte sich im Team die typische Entschlossenheit breit. „Jetzt erst Recht!“ - Dieses Motto gab Geschäftsführer Hans-Bernd Kamps zahlreichen Gästen in Hockenheim als Devise für 2010 aus. „Wir haben schon oft Rückschläge erlebt. Aber wer uns kennt, der weiß: Kontern können wir am besten. Da sind wir gnadenlos!“
In stilvollem, aber gleichzeitig lockerem Ambiente blickte man gemeinsam mit Partnern von tolimit am Samstagabend humorvoll auf die nun abgeschlossene Saison zurück. „Wenigstens wurde den Ärzten in der Sportklinik Bad Nauheim nicht langweilig“, scherzte am Samstagabend der tolimit Kollege und Formel-1-Pilot Timo Glock, der sich nach einem Unfall in Japan gemeinsam mit Jan Seyffarth von den Fachleuten behandeln lässt. „Wenn wir beiden 'Patienten' uns dort treffen, dann gibt es immer viel zu lachen. Die Laune verdirbt uns bestimmt niemand und bald greifen wir wieder voll an!“
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