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Geplatzte Träume im Gepäck
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In Barcelona lief es für das sehr erfolgreiche tolimit/Seyffarth Motorsport Team so überhaupt nicht nach Wunsch. Jan Seyffarth, Niclas Kentenich und David Sigacev schieden gleich zu Beginn des Porsche Carrera Cup Rennens nach einem schweren Unfall aus. Glück im Unglück, David und Niclas sind glücklicherweise wohlauf und Jan wird auch wieder auf die Beine kommen. |
„Wir sind alle so froh, dass es unseren drei Fahrern und vor allem Jan relativ gut geht“, sagten die Teamchefs Rüdiger Seyffarth und Jörg Michaelis einstimmig.
Jan startete vom dritten Startplatz sehr gut und zeigte damit eindrucksvoll, dass er sofort das umsetzen kann, was er sich vorgenommen hat. Nach dem Start war er schon Zweiter, während sein Titelrivale Thomas Jäger einige Positionen hinter ihm lag. Doch in der ersten Kurve drehte sich Jan plötzlich ins Infield und damit direkt vor den nachfolgenden Pulk. Sebastian Asch war einer der heran schießenden Verfolger, der aber dem Hindernis in Form von Jans Porsche nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. Er traf Jan zentral an der Fahrertür. Der Käfig des Porsche Rennfahrzeugs wurde bis an den Sitz eingedrückt. Der Unfall führte zu einem 20minütigen Rennabbruch, da die Bergung von Jan 15 Minuten dauerte. Bange Minuten für die Familie und das ganze Team.
Am Kommandostand starrten die Teammitglieder von tolimit/Seyffarth Motorsport erschrocken auf die Monitore. „Zuerst, da gleich drei Autos von uns im Kies steckten. Und als Jan im Gegensatz zu seinen Teamkollegen nicht aus dem Auto kletterte, waren wir natürlich vor allem um ihn besorgt. Zum Glück hat er direkt seine Hand aus dem Auto gestreckt. So konnten wir wenigstens sehen, dass er bei Bewusstsein ist, was für uns schon eine große Erleichterung war“, sagte Jörg Michaelis.
Jan wurde von Ärzten mühsam aus seinem Auto geholt und nach einem ersten Check an der Strecke in ein Hospital geflogen. Dort stellte man fest, dass er einen Riss in der Gelenkpfanne der linken Hüfte erlitt, der zunächst befürchtete Oberschenkelbruch aber zum Glück nicht bestätigt wurde. „Wir waren zum Ende des Tages sehr erleichtert, als die Nachrichten aus dem Krankenhaus kamen.“
Dorthin eilten Hans-Bernd Kamps, tolimit Geschäftsführer, und Rüdiger Seyffarth, Teamchef und Papa von Jan, gemeinsam um Jan zur Seite zu stehen und um natürlich Genaueres von den Ärzten zu erfahren.
Da auch Niclas und David in den auf Jans Vorfall folgenden Massenunfall verwickelt wurden, kam letztlich keiner der tolimit/Seyffarth Motorsport-Piloten an diesem Wochenende ins Ziel. Damit platzten Träume, die in diesem Jahr so realistisch erschienen.
„Das ist aber letztlich nur Nebensache. Wenn man mit etwas Abstand darauf schaut, dann schmerzt natürlich auch der sportliche Aspekt dieses traurigen Vorfalls, weil man so nah dran war und weil wir es verdient gehabt hätten. Jetzt gilt es umso mehr als Team zusammen zu stehen, gemeinsam akzeptieren zu lernen und trotzdem nach vorne zu schauen. Heute ist jedoch erst einmal einzig und allein wichtig, dass es Jan gut geht und er schnell wieder auf die Beine kommt. Wir schaffen das!“, fasste Jörg Michaelis das Wochenende in Spanien zusammen.
Jetzt steht Arbeitsteilung auf der Team-Tagesordnung der nächsten Wochen. In Querfurt gilt es die Fahrzeuge wieder aufzubauen und in Lohne werden die organisatorischen Dinge im Hintergrund übernommen, sowie die ärztlichen Behandlungsschritte von Jan überwacht und koordiniert.
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